Flocke in Oberhof
15.01.2026
Maria Gerboth
Ronny Knoll/Thüringer Wintersportzentrum

Co-Kommentatorin beim Springen: Neue Aufgabe für verletzte Kombiniererin Maria Gerboth

Nach einem Kreuzbandriss im vergangenen Herbst verpasst die Nordische Kombiniererin Maria Gerboth die Olympia-Saison verletzungsbedingt. Bei den AXA Winterwochen – Thüringen 2026 in Oberhof ist die 23-Jährige trotzdem dabei – in neuer Funktion.


Maria, nach einem Kreuzbandriss im Herbst musstest du dich einer Knie-OP unterziehen. Wie geht es dir?
Die Reha läuft bisher sehr gut, ich bin sehr zufrieden. Ich merke, dass die Kraft wiederkommt. Und ich gewinne auch mehr Stabilität und Sicherheit zurück.
Ist schon wieder an Training zu denken?
Ich war tatsächlich schon langlaufen, auch etwas länger, eineinhalb Stunden. Das ging echt gut. Aber Skispringen dauert schon noch eine ganze Weile.
Wie sehr blutet dir das Herz, am Wochenende – einem besonderen Wintersportwochenende in Oberhof – nicht dabei sein zu können?
Schon sehr, vor allem, weil ich die Schanze echt gerne mag und gerne hier trainiere. Ich hätte gerne einen Weltcup vor der Haustür absolviert, weil einige aus der Familie gekommen wären. Aber ich bin froh, dass es mir wieder so gut geht und ich die Organisatoren in einer anderen Rolle unterstützen darf.
Was ist die andere neue Rolle?
Ich werde als Co-Kommentatorin an der Schanze sein und ein paar Details erklären, die die Zuschauer als Laien vielleicht gar nicht sehen würden.
Wie bereitest du dich auf diesen neuen Job vor?
Grundsätzlich lebt ein Sprecher ja von der Spontanität. Ich kenne die technischen Aspekte und weiß, worauf es ankommt, kann aber nicht voraussehen, wie die Sprünge laufen. Ich sehe die PCR-Sprünge am Freitag als Generalprobe an. Ich kenne alle Sportler, zu manchen habe ich einen sehr guten Draht. Da werde ich vielleicht auch die ein oder andere Insider-Info verraten.
Wie kritisch darfst du sein?
Ich sehe schon, wenn der Sprung zu spät war. Aber wir werden nicht jeden Sprung ins kleinste Detail analysieren (lacht).

Interview: Susann Eberlein

 

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