17.01.2026

Jens Luraas Oftebro nicht zu halten 

Die DSV-Athleten haben die Podestplätze beim Viessmann FIS Weltcup Nordische Kombination in Oberhof verpasst. Beim Sieg des Norwegers Jens Luraas Oftebro kam Johannes Rydzek als bester Deutscher auf Platz 5 ins Ziel. 

Beim Individual-Compact-Wettbewerb ließen die Deutschen vor allem auf der Schanze im Kanzlersgrund wertvolle Meter und damit Punkte liegen. In das anschließende 7,5-Kilometer-Rennen gingen sie mit gehörigem Rückstand zur Spitze. Richard Stenzel aus Zella-Mehlis nahm als 10. mit 38 Sekunden Rückstand auf Sprung-Sieger Franz-Josef Rehrl aus Österreich die Verfolgung auf, Johannes Rydzek als 11. (+40 Sekunden), Julian Schmid als 12. (+42 Sekunden) und Vinzenz Geiger als 16. (+50 Sekunden). Eine weitaus bessere Ausgangsposition verschaffte sich die Konkurrenz aus Österreich und Norwegen. 

Schon früh formierte sich eine starke Führungsgruppe mit Jens Luraas Oftebro (4. nach dem Springen, +17 Sekunden) und dem Weltcup-Führenden Johannes Lamparter aus Österreich (6. nach dem Springen, +26 Sekunden). In der zweiten Runde schlossen Julian Schmid und Johannes Rydzek zeitweilig zur Spitze auf, während Lokalmatador Richard Stenzel früh abreißen lassen musste. In Runde drei erhöhten die Norweger das Tempo. Die Oftebro-Brüder setzten sich gemeinsam mit Lamparter und Stefan Rettenegger entscheidend ab. Die Deutschen mussten ihrer Aufholjagd Tribut zollen und konnten den Antritten nicht folgen. Am Ende bog Jens Luraas Oftebro als erster auf die Zielgrade ein. Der aktuelle beste Langläufer der Kombinierer ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. In einem packenden Rennen verwies er Lamparter auf Rang zwei (+1,7 Sek.) und seinen Bruder Einar Luraas Oftebro (NOR) auf Platz drei (+1,9). Stefan Rettenegger (AUT) verpasste den Sprung aufs Treppchen knapp und musste sich mit Rang vier begnügen (+3,1).

Aus deutscher Sicht sorgte Johannes Rydzek für eine Top-Platzierung. Der Olympiasieger arbeitete sich mit einer starken Laufleistung von Rang elf bis auf Platz fünf nach vorne (+10,3). „Ich habe es unglaublich genossen, hier in Oberhof auf diesem Niveau zu laufen – eine geniale Kulisse, traumhaftes Wetter, perfekte Bedingungen, super Stimmung“, lobte der Routinier die Organisatoren der AXA Winterwochen und das Oberhofer Publikum. „In der letzten Runde haben mich die Zuschauer richtig gepusht“, sagte Rydzek im Ziel.

Julian Schmid musste nach einem Stockbruch zu viel investieren, um zur Führungsgruppe aufzuschließen und fiel im Rennverlauf zurück. Er belegte am Ende Rang neun. Vinzenz Geiger ging volles Risiko und ging früh All-in. Der Gesamtweltcup-Sieger des vergangenen Jahres übernahm sich aber komplett und fiel weit zurück (23. Platz). Manuel Faisst kam auf Rang 13, Wendelin Thannheimer auf Platz 14 ins Ziel. Lokalmatador Richard Stenzel wurde 17. 

Bundestrainer Eric Frenzel bilanzierte: „Ein sehr hartes Rennen, die Strecke ist enorm anspruchsvoll. Richi mit Platz fünf – das ist ein ordentliches Ergebnis. Auf der Schanze müssen wir morgen noch einen Tick besser springen und kleine Fehler ausmerzen.“

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