Rekord-Sieg für Norwegerin Hagen
Nathalie Armbruster hat sich beim Viessmann FIS Weltcup Nordischen Kombination in Oberhof mit einem starken zweiten Platz zurückgemeldet. Nach der Anzugs-Disqualifikation beim Weltcup in Otepää am vergangenen Wochenende, musste sie im Individual-Compact-Rennen lediglich Seriensiegerin Ida Marie Hagen aus Norwegen den Vortritt lassen.
Armbruster landete wie Hagen beim Springen im Kanzlersgrund bei 97,5 Metern und ging als Vierte mit einem Vorsprung von lediglich fünf Sekunden auf Hagen (Fünfte nach dem Springen) in den anschließenden 5-Kilometer-Langlauf in der LOTTO Thüringen ARENA am Rennsteig. Mit einer rasanten ersten Runde stürmte die laufstarke Norwegerin ohne großes Taktieren direkt nach vorne, übernahm die Führung und gewann ungefährdet ihren 24. Einzelweltcupsieg – Rekord in der Nordischen Kombination der Damen.
Dahinter begeisterte Nathalie Armbruster die 3.700 Zuschauer der AXA Winterwochen. Die 20-Jährige musste zwar die Gesamtweltcup-Führende Hagen schnell ziehen lassen, lief aber ihr eigenes, taktisch kluges Rennen. Bereits in der ersten Runde überholte sie die vor ihr gestartete Finnin Minja Korhonen und dann auch die Siegerin des Sprunglaufs Alexa Brabec (USA), die mit 103,5 Metern die Tagesbestweite hinlegte und zunächst versuchte, auf der Runde mit Siegerin Hagen mitzuhalten. Offenbar zu kräftezehrend für die Zweite der Weltcup-Gesamtwertung. Denn Brabec, die als starke Langläuferin gilt, konnte auch mit der heranstürmenden Armbruster nicht mitgehen und wurde am Ende auch von Korhonen überholt.
Im Ziel landete Armbruster 7,7 Sekunden hinter Hagen. Platz drei ging an Minja Korhonen (+14,6 Sekunden). „Ich freue mich riesig vor heimischem Publikum – das bedeutet mir so viel. Das war heute meine Antwort“, sagte Armbruster nach der nervenaufreibenden Disqualifikation in der Vorwoche. Entscheidend dabei: die richtige Renn-Taktik: „Ich habe es so gemacht, wie wir mein Gefühl gesagt hat. Dass es für mich der zweite Platz geworden ist, ist wie ein Sieg“, sagte sie im Ziel. Auch Bundestrainer Florian Aichinger lobte Armbruster: „Wir schätzen das sehr hoch ein. Sie hat sich nach letzter Woche viele Gedanken gemacht – Hut ab.“ Zudem dankte er den Organisatoren und Fans: „Riesenlob und Riesendank an Oberhof und die Zuschauer. Wie wir hier unterstützt werden, das ist unglaublich.“
Neben Armbruster auf Rang zwei erreichte Jenny Nowak den elften Platz, Trine Goepfert wurde 22., Ronja Loh 23., Sofia Eggensberger 27. und Maja Loh 29.